#44 Sprachkenntnisse von gestern: Was sich heute nimmer ausgeht

Shownotes

In dieser Folge sprechen Sabrina und Erika über rassistische, nationalsozialistisch belastete und kolonial geprägte Begriffe, die sich bis heute ganz selbstverständlich durch unsere Alltagssprache ziehen. Es geht um rassistische Bezeichnungen auf Speisekarten, problematische Traditionsnamen und die Frage, warum Unternehmen an Begriffen und Bildwelten festhalten, die längst nicht mehr zeitgemäß sind. Aber auch scheinbar neutrale Bezeichnungen wie „Naher Osten“, „Dritte Welt“, „Entwicklungsland“ oder „Naturvolk“ werden unter die Lupe genommen: Aus welcher Perspektive betrachten und benennen wir eigentlich die Welt und welche kolonialen Denkmuster sprechen dabei unbemerkt aus uns?

Erika erzählt außerdem von einer Situation, in der nicht die problematische Aussage, sondern ihre deutliche Reaktion darauf kritisiert wurde. Warum schweigen so viele, während Betroffene immer wieder selbst widersprechen müssen? Und weshalb ist es oft leichter, den Ton der Kritik zu beanstanden, als den eigenen Sprachgebrauch zu hinterfragen?

Eine Folge über blinde Flecken, Verantwortung und die Fähigkeit, dazuzulernen. Denn Fehler dürfen passieren. Entscheidend ist, wie wir reagieren, wenn uns jemand darauf aufmerksam macht.

Und weil bei Sabrina und Erika keine Folge ohne thematische Vollbremsung endet, geht es zum Schluss noch um überraschende Schultests, den Abschied von der Volksschule, sehr emotionale Schulfeste und die entscheidende Frage: Wie übersteht man den letzten Schultag, ohne vor allen anderen Eltern in Tränen auszubrechen?

Kapitel: 03:07 Gesellschaftliche Normen und Kritik 05:54 Kulturelle Unterschiede und Missverständnisse 09:09 Sprache und ihre Entwicklung 12:03 Erfahrungen mit Diskriminierung 15:19 Einfluss von Sprache auf Wahrnehmung 18:08 Kritik an gesellschaftlichen Strukturen 21:08 Bewusstsein für Diversität und Sensibilisierung 23:55 Tourismus und seine Auswirkungen 27:08 Reflexion über persönliche Verantwortung 29:46 Abschluss und Ausblick

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Folge Sabrina und Erika:

Erika:

Sabrina:

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Transkript anzeigen

Sabrina: Guten Morgen, willkommen zur neuen Podcast-Folge.

Erika: Guten Morgen!

Sabrina: Wir nehmen jetzt zum zweiten Mal auf.

Erika: Ja, aber ich wurde zum ersten Mal gerückt.

Sabrina: Ja, ihr habt gefunden, das geht zu weit.

Erika: Ich warte, ich bin zu direkt.

Sabrina: In dem Fall, ja. Wir wollen ja niemanden vorführen, ich mein schon, aber nur die, die sich aussuchen, uns zu leben und uns zu lieben.

Erika: Und wer mich kennt, weiß, mir

Sabrina: und die anderen

Erika: ist es Aber okay, die Sabrina sind in dem Fall die Vernünftige von uns beiden.

Sabrina: Nja...

Erika: Ist sie nicht immer, in diesem Fall ist sie es. Dann beginnst du und ich

Sabrina: Gut. Also.

Erika: steige ein, sonst bin ich gleich wieder in Rage. Und deswegen musst du das besser leiten.

Sabrina: Na unser heutiges Thema, wir wollten ja schon sehr lange über Rassismus in der Alltagssprache, über Kolonialsprache, was ich ja noch viel interessanter finde ehrlich gesagt, sprechen, weil die klassischen rassistischen Aussagen kennen zumindest die meisten, aber bei der Kolonialsprache wird es noch spannender, aber dazu später. Und dann gab es vor kurzem einen Anlass, bei dem war ich zwar nicht dabei, aber davon gehört, der der Erika passiert ist. Und wenn wir dann gesagt haben, okay, das ist eigentlich ein guter Moment, dieses überfällige Podcast-Themen rauszuholen. Das heißt, heute geht's rassistische Redewendungen nationalsozialistisch assoziierte Redewendungen die sich so in unserem Alltag eingearbeitet haben über viele Jahre, damit die zum Beispiel auch noch aufwachsen können, die damals ganz normal waren, die aber heute einfach nicht mehr gehen. Das heißt, wir nehmen unseren Bildungsauftrag mal wieder wahr. So Erika, und jetzt kannst du dir...

Erika: Man darf hier gar nichts mehr sagen.

Sabrina: Man wird hier wohl noch... sagen dürfen.

Erika: Naja, es ist ja wirklich so. Das kriegt man ja oft zur Antwort. Man darf ja gar nichts mehr sagen.

Sabrina: Naja nicht, halt, die Sprache besteht aus Millionen von Wörtern, man kann ja was anderes sagen. Aber es ist halt vieles

Erika: Ja.

Sabrina: angelernt. Also wenn man sich zum Beispiel... Ja ne, fang mal mit deinem Beispiel an. Das ist ja ein schönes. Bitte Erika. Was ist dir passiert?

Erika: Ich weiß nicht, wie ich es erzählen soll.

Sabrina: Ja, erzähl's halt. Aber halt... Willst du nennen?

Erika: Nein, dass einfach ich in einer Situation gekommen bin, wo jemand gesagt hat, das lernt man dann bis zur Vergassung. Und ich war in einer Runde und war die Einzige, die was gesagt hat. Und A hat mich da schon einmal geärgert, dass wieder einmal ich die Einzige bin, die diese Person aufmerksam gemacht hat. Und am Ende dann die Deppote war so auf die Art so, na ja und sie hat es ja nicht so gemeint und das war jetzt schon ziemlich forsch, wie du sie aufmerksam gemacht hast. Ja, wie soll man es denn sagen, so dass ich, dass der oder

Sabrina: Das ist klar, weil am Ende ist es sehr leichter, den, kritisiert, zu kritisieren für die Kritik, wenn man falsch liegt,

Erika: Genom. Well.

Sabrina: als in die Reflektion zu gehen.

Erika: Es wird ja nie angenehm sein, kritisiert zu werden. Das ist einfach nie angenehm.

Sabrina: Nein.

Erika: Und man muss auch dazu sagen, dass das auch mit der Person nicht das erste Mal war, dass sie irgendwas gesagt hat, was nicht angemessen gewesen ist in meinem Beisein oder sogar auch mir gegenüber.

Sabrina: Ja, das stimmt.

Erika: Und deswegen wird man sicher mit jedem Mal forscher.

Sabrina: Dann gehen wir mal zu dem Beispiel bis zur Vergasung.

Erika: Ja, müde.

Sabrina: Ich habe das auch mal gehabt in einem Meeting mit einer Mitarbeiterin, die damals noch studiert hat und die dann beim Schafix am Montag erzählt hat, Wochenende hat sie bis zur Vergasung gelernt. Ich wollte alle kurz der Atem stehen geblieben, ich rechne es dann mit dem nicht. Ich habe sie dann aber zu mir geholt und habe ihr gesagt, du pass auf mal. Das geht nicht. Sie hat gesagt, ja in dem Moment, es draußen war, hat sie es eben gemerkt und hat dann gesagt, ja es tut ihr leid und Ding, aber sie war dann von sich selber geschockt. Und ja, ich verstehe das schon, das sind dann oft auch so Sachen. Also ich bin auch manchmal schockiert über das, mich rausstoppert, wobei ich nicht in so einem Ausmaß. Aber da bist du dann erschrocken und denkst, Himmels willen. Und genauso ist es dir auch gegangen. Aber in deinem Beispiel war es ja nicht

Erika: Natürlich.

Sabrina: mal so, oder? Oder war es so? Ist es dir nicht

Erika: Es ist ja nicht einmal... was?

Sabrina: aufgefallen, was ich gesagt habe?

Erika: Wer ihr? Nein.

Sabrina: Ja, na eben.

Erika: Es war so, naja, das sagt man so und das meint's ja nicht so. Es geht ja wie immer.

Sabrina: Nein, das sagt man nicht so. Ja, das meint man ja nicht so, das geht halt nicht. Ich meine, ja gesagt, hab bis zur Vergasung

Erika: Ja und wer ist ...

Sabrina: recherchiert, also den Begriff recherchiert, Und das ist eigentlich aus der Naturwissenschaft ein Begriff, der letzte, also gasförmige Aggregatzustand, der bei Erwerbung von einem Stoff erzielt werden kann. Also das ist das allerletzte, was du kannst, bevor... Ja. bis es halt gasförmig ist und nicht mehr greifbar. Wusste ich überhaupt nicht. Rechtfertigt die Sache aber nicht, weil die Nazis haben

Erika: Nein, wusste ich auch nicht. Nein.

Sabrina: das als Begrifflichkeit für sich beansprucht und man sagt das nicht. Man geht auch nicht am 20. April euren Nockerl essen in der Lokal. Also es gibt gewisse Dinge, die machst du halt einfach nicht.

Erika: Nein, da gehst du mit mir Geburtstag feiern, weil das ist mein Geburtstag.

Sabrina: Das ist richtig, aber ...

Erika: Was ja faszinierend ist, dass jeder Österreicher, ja aber jeder

Sabrina: Nicht nur deine!

Erika: Österreicher weiß das. Deutsche nicht.

Sabrina: Na

Erika: Das ist echt arg.

Sabrina: ja, das kann ich nicht beurteilen, ob das die Deutschen wissen oder nicht.

Erika: Das ist... Nein, das weiß ich ja, wenn ich jemandem sage, wann ich Geburtstag habe, dann passiert mir das

Sabrina: Mhm.

Erika: nur mit Österreichern. Ihnen. Und nicht mit Deutschen, das ist wirklich... Das ist... das ist ein...

Sabrina: Naja, meine wir haben halt in der Schule auch nichts anderes. Ja, das ist ja klar. Also wir haben ja in der Schule nichts anderes gelernt. Ich kann mich ja nichts anderes erinnern, außer den Nationalsozialismus und dann ganz kurz zur 7.8. das Mittelalter. Aber ich glaube nicht, dass wir in der Schule, die haben nur nichts anderes gelernt.

Erika: Ja, ich wollte... Ich wollte gerade sagen, das Mittelalter, Nationalsozialismus und dann hört's auf. Die Geschichte ging aber weiter. Die Geschichte ging

Sabrina: Und die Ägypter. Und die Ägypter. Immer wieder.

Erika: weiter, aber das Weiter hat aufgehört. Punkt.

Sabrina: Ja, das ist halt diese kollektive Schuld, die man in Österreich tragt. Dafür haben wir keine Kolonialschuld, weil wir waren ja nie eine Kolonialmacht. Problem gelöst. Oder wie man heute

Erika: Genau.

Sabrina: sagen würde, wir waren einfach steppert, zu beanspruchen. Also nicht, dass wir nicht alles versucht hätten in der Historie. ich meine... Nicht geschafft. Die Nikobahnen, ja. Aber damals war es ja Österreich-Ungarn.

Erika: Österreich ist zu klein. ja, kommen wir zu unserem Thema. Ich kenne den Ausdruck auch noch. Also es ist jetzt nicht so, dass ich nicht mit dem Ausdruck groß geworden bin, auch so wie du gesagt hast, wie mit vielen Dingen, aber man darf ja seine Sprache ändern.

Sabrina: Namus!

Erika: genau, man muss. So und dass ich

Sabrina: Ich bin sowjet.

Erika: da eins und eins, also das muss man nicht einmal versagen. dass man bis zur Vergassung nichts sagen kann. Ich meine, ich habe das dann meinem Freund erzählt und er hat einfach gesagt, danke, dass du was sagst, weil man muss dazu sagen, mein Freund ist jüdisch. Ja, ist, auch wenn der das nicht wäre, ich mach das nicht für ihn oder so, das ist, das soll selbstverständlich sein, also das ist so...

Sabrina: Ja.

Erika: Ja, okay. Na passt, also im, im, im...

Sabrina: Naja, das ist ja so wie die schönen Sätze. Ich bringe das Beispiel einfach so gern von dieser großen österreichischen Versicherung und dem Vorstand, der bei der Weihnachtsfeier vor 4000 Leuten darüber

Erika: Ja.

Sabrina: geredet hat, wie wunderbar es ist, in Zeiten wie diesen Arbeit zu haben, weil Arbeit macht frei. Also das ist mein Alltime Favorite Beispiel, dass Ignoranz sich wirklich durch jede,

Erika: Das ist ja nicht mal so lange her, oder?

Sabrina: das ist, wann hat er mehr, ich sage jetzt nicht wer, aber da weiß man, also fünf Jahre, sechs Jahre, muss sich dahinstellen und Arbeit

Erika: Ja. Ich mein... Ja.

Sabrina: macht frei, als Vorstand einmal rausbringen. Wirklich, wirklich arg. Er hat gesagt, Saal war ruhig, weil das Publikum hat es ja wohl gemeint, aber vielleicht hat er das, naja, was denn. Bist du wahnsinnig? Also unklar.

Erika: Gab's den danach noch? Natürlich, weil was sollte einem weißen Mann passieren?

Sabrina: Du, kann das nicht. Ich kann das nicht.

Erika: oder hatte das eine Konsequenz?

Sabrina: kann er da nicht sagen.

Erika: Aber ich mein, Arbeit macht frei. Entschuldigung, wenn das niemand weiß.

Sabrina: Das war auf Dachau, Ausschwitz, Sachsenhausen, Theresienstadt. Das ist ja nicht irgendwo auf ein Schild in der hintersten Parakel gegangen. Da gibt es auch Fotomaterial, hunderttausende und abertausende Bilder.

Erika: Naja, so wie

Sabrina: irre.

Erika: das, was die viele schon noch nicht wissen, jeden das seine. Weil das sagt man schnell einmal,

Sabrina: Ja, sorry.

Erika: das ist, also wenn da, da muss man ja wirklich, ich mein ich hör's jetzt nicht in meinem Umfeld, aber

Sabrina: Naja, das hat ja... Naja, jeden... Also es hängt immer davon ab, mit wem du redest. Ich kenne Leute, die sehr gebildet sind und die bei jedem das seine, wenn das aufkommt, sagen, na warte einmal, aber das ist ja lateinische Rechtsprechung, Sum Coicae, weil das geht ja eigentlich auf die römische Rechtstradition zurück

Erika: Ja, genau.

Sabrina: und sagt dann, jeder kriegt das, was ihm zusteht und der Satz ist überhaupt nicht rassistisch, überhaupt nicht Nationalsozialismus, sondern hat eine komplett andere Prägung. Und die sind dann erstaunt, wenn man sagt, okay, das ist aber im KZ Buchenwald gewesen. Aber... Das sind... mehr.

Erika: Ja genau, das ist, auch wenn das irgendwo seinen anderen Ursprung hat, es steht trotzdem dort. Punkt.

Sabrina: Sie haben es halt vernudelt. Wie man so schön sagt. Wahrscheinlich ist das...

Erika: Also...

Sabrina: Das muss ich jetzt noch gucken. Wahrscheinlich ist das ein Problem.

Erika: ob das irgendeine Bedeutung hat. Dann hat das sicher nur mit irgendwelchen Geschlechtsteilen

Sabrina: ...

Erika: zu tun und dann ist es wurscht. Wenn Männer runtergemacht werden, alles gut.

Sabrina: Okay, das geht. Na, aber es ist schon... also... Ja, aber schau, das ist das Gleiche mit Sonderbehandlung, Ausmerzen. Ich mein, das sind schon viele Begrifflichkeiten. Was glaubt ihr?

Erika: Hip Hip Hoora, das war auch in der Recherche. Dieses mit dem Hip Hip Hoora wusste ich auch nicht. Aber ich meine,

Sabrina: Nein.

Erika: das ist ja auch das Gute, dass man das dann lernen kann, soll, muss, wie auch immer. Aber dann so ignorant zu sein, ich meine, ich habe, das habe ich noch in meiner letzten Arbeit gehört von einer ehemaligen Kollegin, dieses wenn man kein Geld hat. ist man N-Punkt. Da hat aber niemand was gesagt. Nein, nein, nein,

Sabrina: Wann war das? 1995? 1992?

Erika: nein, den 2000ern. Da hat aber niemand was gesagt. ist so

Sabrina: Okay, fällt mir jetzt nichts an.

Erika: ganz, ganz... Habe ich aber schon öfters gehört und ich würde sagen, das letzte Mal sich vor ein paar Jahren... Okay.

Sabrina: Okay.

Erika: Und was mich einfach

Sabrina: Neu ab!

Erika: an solchen Dingen ärgert, abgesehen davon, dass man es nicht sagt, ist, dass einfach niemand diese Personen aufmerksam macht. Dass das immer wieder, und das komme ich immer wieder zum gleichen Punkt, sind immer die Betroffenen, den Mund aufmachen müssen. Und wir sind müde. Wir sind müde.

Sabrina: Na dann möchte ich wieder sprechen, also ich mach das ja wohl.

Erika: war ich jetzt noch nie dabei, sonst jetzt gemeinsam noch nie passiert. Aber ich kenne das, wie das

Sabrina: Das lass ich. Das geht.

Erika: mit diesem Ich bin N. Ich weiß noch, das sind in unserem Aufenthaltsraum sicher vier Kolleginnen gesessen.

Sabrina: Na also das... sorry aber...

Erika: Niemand hat gesagt.

Sabrina: Dirk.

Erika: Oder was auch oft so rausgehaut wird, so ganz salopp. Nein, wird nicht weniger. Nur in gewissen Kreisen wird es weniger. Wenn jemand vielleicht bisschen, weiß ich nicht. Ja, jetzt nicht so ein Drett gekleidet ist, vielleicht ein bisschen bunter oder wie auch immer. Na schau, kommt her wie ein Z. Äh...

Sabrina: Ne,

Erika: Wo ich mir denk so...

Sabrina: Das ist ja überhaupt...

Erika: Nein, das wird ja auch gerne hergenommen für, nein, die führen sich auf, wenn wer lauter ist oder weißt du so, wo ich mir denke.

Sabrina: Ja, aber das ist ja generell etwas, wenn du mal die österreichische Speisekarten anschaust.

Erika: Ja!

Sabrina: das Z-Schnitzel, die Z-Soße, das

Erika: Ja.

Sabrina: wird, das ist ja, dann gibt's den Indianer, ich mein, sprechen wir's aus, haben also das Zigeuner-Schnitzel, die Zigeuner-Soße,

Erika: Ja.

Sabrina: den Indianer mit Schlag und dem Moor im Hemd, alles auf der gleichen Karte. mein, das ist ja wirklich, gibt's ja immer, also wohnen, das ist ja...

Erika: Moin heim. Ja? Hattest du nicht so ein Erlebnis, wo es gesagt haben, die AC überarbeiten, die Karte haben sie jetzt schon länger nicht überarbeitet, aber die Preise schon?

Sabrina: Ja, wir waren in einer Pizzeria, im ersten, mit Milo. Er hat gefragt, was es für Desserts gibt. Ich weiß nicht, hat er schon lesen können? Ich glaube schon, oder hat selber gelesen. irgendwie war es. Dann hat gesagt, Mama, was ist das? ich habe gesagt, das geht gar nicht. Dann habe ich mir den Kellner hergeholt und gesagt, den möchte ich nur darauf aufmerksam machen, da steht Moa im Hemd auf der Speisekarte. Das geht einfach nicht. Das ist rassistisch. Das kann man so nicht oben lassen. Dann hat er mir das Antwort gegeben, ja er versteht, aber die Karte wurde ja seit 30 Jahren nicht mehr überarbeitet.

Erika: Warum? Kommt mal die erste Frage.

Sabrina: Der Chef hat die Karte nicht überholt, das ist so blöd, Antwort. Aber das ist schon eine Antwort, oder?

Erika: Das ist seit 30 Jahren nicht... Ich mein... Das ist so... Ah! Super! Genau das wollte ich hören, das lasse ich jetzt gelten. Also zahle ich jetzt die Preise vor 30 Jahren. Super! Oder wenn wir schon bei Essen

Sabrina: wirklich.

Erika: sind, diese... Essen die jetzt... Diese Schweden... Bomben... Ich mein Bomben ist jetzt auch...

Sabrina: Bomfen heißen immer noch Schwedenbomben.

Erika: Bomben, wo ich mir denk... Okay...

Sabrina: Na, die Schwedenbomben heißen ganz normal Schwedenbomben.

Erika: Naja, früher war es halt ein Negerkuss. Auch nicht besser.

Sabrina: Was ist das nochmal? Was ist das Gleiche?

Erika: Das waren die Schwedenbomben.

Sabrina: Haben die Schwedenbomben, Moment haben die Negakus in Schwedenbomben umbenannt. Gut gewählt. Unproblematisch.

Erika: Ja, das war früher. Früher war das ein N-Kuss.

Sabrina: Ja, aber Schwedenbombe ist jetzt auch nicht unbedingt besser.

Erika: Nein, aber wer sitzt denn dort? Welche? Also, Entschuldigung, dürfen wir mal ein... Könnt ihr da... Der Link... Welche Firma ist das? Ist das nicht Nemez oder irgendetwas? Wer ist denn für euer Wording zuständig? Was? Schwedenbomben?

Sabrina: Na aber Moment einmal, ist das immer noch so? Gibt's die noch als...

Erika: Als Schwedenbomben? Jetzt lass mich schauen, die heißen doch Schwedenbomben, oder?

Sabrina: Oder heißen die heute anders? Niemals. 100 Jahre und noch immer.

Erika: Nein, Niemez.

Sabrina: Na super. Aber die Niemals-Website verrät, ja gut, die haben halt auch seit 100 Jahren nichts mehr gemacht. ist in Ordnung. Ihr könnt euch gerne melden, wir helfen euch bei so was. Macht so was beruflich.

Erika: Ähm, ja, Schweden, Bomben.

Sabrina: das Schau. Jetzt habe ich als Herrenmarke gelesen statt als Herzensmarke. schon so gut im Himmel. Also, wegen einem befreundeten Schweden erfunden.

Erika: und das Rechtfertigte.

Sabrina: Das ist aber eine tolle, tolle Geschichte. Na egal, okay. Gehen wir weiter?

Erika: Aber das ist echt, ich meine von ein Kuss zu Schwedenbomben ist auch nicht schlecht.

Sabrina: Wegen am befreundeten Schweden und der Bombe, die die immer mitgeschleppt hat. What's the story? Bitte, Niemetz, und erklärt uns das. Gern in einer eigenen Podcast-Folge.

Erika: Ja, und früher hieß das eben so. Und das ging halt dann nicht mehr, aber wann die Änderung war, ich jetzt nicht. Müssen wir dann nachher schauen.

Sabrina: Ich bin total irritiert, weil der Lukas ist da und gerade ist ganz leise, wie er glaubt. Ein Brot ab.

Erika: Ich weiß nicht. Und es gab ja, ich meine Apotheken gibt es ja noch genug mit. Im ersten Bezirk, ich weiß jetzt nicht, der Wa... Irgendwas mit, wie heißt diese Gasse dort im ersten? da runterführt vom Hohenmarkt runter zum Ring. Weiburggasse glaube ich.

Sabrina: Mhm.

Erika: Da gibt es ja noch so eine Apotheke, Apotheke Moa oder sowas.

Sabrina: Naja, keine Leute haben das im Logo, unter Unternehmern.

Erika: Ja, also welche. Also die Apotheker hat es auch im Logo. Aber welche, welche wäre das noch im Logo?

Sabrina: Ist die Na ja, Julius Meinl haben wir auch immer.

Erika: Ja.

Sabrina: Ja, das finde ich überhaupt spannend, was

Erika: Durchmach.

Sabrina: mir sehr gut gefällt, ist ja diese

Erika: Das ist ja auch, das sollten wir uns mal anschauen. Diese Logos von Firmen, die gehen ja auch teilweise wirklich gar nicht. Ich meine, wer sitzt

Sabrina: Hmm.

Erika: dort? Wer ist das? Wer arbeitet für die? Da müsste es ja mittlerweile, sollte es ja überall solche Teams geben, die eben sensibilisieren auf Diversität, all das achten. Was machen die?

Sabrina: Naja, Teams, da sitzen jetzt nicht nur Leute drin in diesen Unternehmen, die alle über 80 sind und sich jeder, wie soll ich sagen, Veränderung verweigern, da sitzen durchaus auch junge Menschen drin. Ich glaube oft wird nicht hinterfragt, bei großen Unternehmen natürlich schon, aber es erstaunt mich, so wie die Apotheke.

Erika: Naja, Nimmets müsste es doch meinen. Nimmets ist jetzt auch nichts Kleines. Aber okay, das ist ein

Sabrina: Das stimmt,

Erika: Traditionshaus, man einfach in der Schweiz schon immer so, darf man sich wieder ausreden. Ja.

Sabrina: Ja naja, wenn du ein Traditionshaus von hin gibt, dann war es immer so. Dann ist es okay. Finde ich auch spannend, so Begriffe wie der Nahe Osten zum Beispiel. Aus welcher Perspektive

Erika: Sagen Sie!

Sabrina: ist denn der nahe? Wo ist das Zentrum, das den Nahen Osten als nah definiert?

Erika: Hast du es noch immer nicht verstanden, wo der Mittelpunkt der Erde ist? Na wirklich!

Sabrina: Es ist so, das ist ja eben auch, das ist ja so interessant, das ist ja auch eurozentrisch im Prinzip und das hängt ja auch wieder mit der Kolonialisierung zusammen. Wenn du da jetzt aber den Medien anschaust, auch heute, da spricht jeder vom nahen und vom fernen Osten. Die Chinesen würden nicht sagen, dass der nahe Osten der nahe Osten ist, oder? Wie würden denn die das beschreiben? Also aus der Perspektive

Erika: Mhm.

Sabrina: heraus, wir hinterfragen das aber nicht.

Erika: Nein, well, du...

Sabrina: Und auch unsere Medien sind voll. Der nahe Osten, wissen alle, was gemeint ist. Aber niemand sagt dann, ja da einen, Libanon, Syrien, Irak, nein, die Länder kann niemand aufzählen. Wo der nahe Osten ist, wo der ferne Osten ist, ist jedem klar. Aber das ist ja genauso

Erika: Ja.

Sabrina: eurozentrisch. Und das ist ja auch keine Kultur, Beratsprache.

Erika: Ja, dieses, aber ich finde generell, das, ich meine, okay, das ist wieder ein anderes Thema, das oftmals, ich habe das gestern mit einer Nachbetreuung gesprochen, weiß gar nicht, wie wir drauf gekommen sind, aber so generell dieses Denken vieler ÖsterreicherInnen, dass Österreich der Mittelpunkt der Erde ist. Also da geht ja der Horizont bis zur Staatsstafel und dann hört's auf. Und man denkt so...

Sabrina: Wobei das jetzt gar nichts mit den Österreichern zu tun hat. mein, der ist noch einmal ein Sonderfall, finde ich. Ein Sonderling, schon fast. auch wieder so einen Begriff zu verwenden.

Erika: Ja, das ist schon... Also da denkt man auch, hier ist alles das modernste, das beste und ich gehe davon aus, ich gehe in wurscht in welches Land und kriege dort meinen Schnitzel und warum können die denn dort nicht Deutsch? Na warum können die...

Sabrina: Ja, aber das ist...

Erika: Das finde ich schon extrem. Nein.

Sabrina: Das ist eine österreichische Eigenschaft, aber dieses eurozentrische Weltbild, das zieht sich durch ganz Europa. Also, was ist

Erika: Ja, das... Nein, das stimmt.

Sabrina: jetzt die dritte Welt?

Erika: Naja, was ist die dritte Welt? Na, alles, da kannst du einmal das ganze Land... Schau, all diese drei

Sabrina: Was ist ein Naturvolk? Was ist denn ein Entwicklungsland? Aus welcher Perspektive wird denn entwickelt?

Erika: Begrifflichkeiten gelten für das Land Afrika.

Sabrina: Ja nicht nur.

Erika: Ja, aber das ist einfach das Land Afrika, das Schöne. Ja, aber dort halt viel, weil dort ist halt alles dritte Welt.

Sabrina: Nicht nur. also, ja. Es ist halt ein großes Land, Afrika, oder?

Erika: Ja, es ein großes Land, groß. Ja.

Sabrina: Aber das sind schon so Sachen. Ich finde, wo schon mehr Sensibilisierung ist in Österreich, vielleicht weil es uns ja wirklich eingeprügelt wurde in der Schule, die Thematik haben wir schon gehabt, ist gegenüber der NS-Sprache. Ich finde, es gibt null Bewusstsein gegenüber Kolonialsprache und unserer Verantwortung im Kolonialismus. Gar nicht null. Also gar nicht. Also wirklich auf null gesetzt. Niemand weiß irgendwas.

Erika: Mmh. Mmh.

Sabrina: Und das finde ich schon...

Erika: Ja, aber solange man

Sabrina: Bedenken bei Sobel.

Erika: den Kolonialismus, das finde ich mal so ein schwieriges Wort,

Sabrina: macht nichts.

Erika: als solches einmal anerkennt, wird nie ein Bewusstsein dafür kommen. Und das ist einfach noch immer. meine, ich habe jetzt gesehen, wie da was in Südafrika passiert. Wir gehen 100 Schritte zurück. Und

Sabrina: Mhm.

Erika: ich bin davon überzeugt. Das hat mich am Wochenende beschäftigt. Ich bin davon überzeugt, dass die Leute, die da jetzt hinfliegen, alle, die vor allem Influencer, das wird ja so gehypt seit zwei, drei Jahren, die denken sich, na ja, ich mache ja was Gutes. Ich bringe denen ja Geld, Tourismus. Ja, fuck it. Nein, du machst nichts Gutes. In deinem Kopf machst du vielleicht was Gutes, aber es ist, das geht. dividiert sich so arg schon wieder auseinander dort.

Sabrina: Ja.

Erika: Das ist so krank. Und so beginnt das wieder. Schön langsam. Also das sehe ich, es ist... Und da hab ich jetzt ein Video auch eingespielt bekommen. Da ging's Namibia, auch so Bettlergruppen. Ja, die kommen

Sabrina: Mhm.

Erika: aus irgendeinem, ich glaube aus dem Senegal eigentlich und weißt ihr halt, Kinder werden dafür irgendwie benutzt. Und das war so ein Bild, der Ampel stehen halt viele Leute und dann kommen diese armen Kinder und betteln halt. Ich mein schrecklich. Ich hab mir gedacht, spannendes Bild von Namibia. Stehen da Menschen bei der Ampel? sind alle weiß und dann kommen diese bettelnden schwarzen Kinder. Interessant.

Sabrina: Naja, da gibt es ja Menschen, machen dann mit diesen Kindern Fotos und stellen sie ins Internet, weil sie sich als Local bezeichnen. Und da möchte ich jetzt schon sagen, Menschen in meiner Nähe, Umfeld, die glauben, weil sie zweimal in Afrika waren, sind es Locals.

Erika: Naja, da hatte die Dinger auch sicher ein kleines Fauxpas geleist.

Sabrina: Jetzt ist mir voll lauter Schock, der Earbud rausgefallen.

Erika: Da hat sich ja die Ding, die diese Sarah da aus Deutschland auch ein kleines Fauxpas geleistet zum Songcontest. ja auch nach Südafrika geflogen und hat mit den Kindern dort gesungen, Videos gemacht und die online gestellt.

Sabrina: Super.

Erika: Wo ich mir denke, na dich haben's dort braucht zum Singen lernen und zum Tanzen. Na genau dich. Aber dieses Bild von all diesen Weißen in Namibia Und dann kommen die schwarzen bettelnden Kinder. Interessant. Sehr interessant.

Sabrina: Naja, das wird jetzt noch mehr werden. Also nachdem ja der Nahe Osten, wie soll man sagen, Krisen gebeutelt ist, werden jetzt alle Influencer,

Erika: Nö.

Sabrina: also Dubai ist jetzt nicht mehr so der Hotspot, aber Südafrika ist schön.

Erika: Nein, Die sind auch schön und günstig.

Sabrina: Und so viele weiß ich nicht. Ich will

Erika: So günstig. Ja, fühlt man sich.

Sabrina: ja auch gerne mal nach Südafrika. Aber jetzt auch nicht mehr oder weniger, wie woanders hin.

Erika: Aber ich meine, für die, die ja Südafrika, die fliegen ja nach Kapstadt, das muss man ja dazu sagen, die fliegen ja nach Kapstadt und machen dort die Garden Route, das ist jetzt das Klassische. Also ich glaube nicht, dass die mit Südafrika Johannesburg, Dörben oder so was meinen. Also die steigen in Europa ein und steigen in Europa wieder aus.

Sabrina: Das ist so wie für die Kärntner und Kärntnerinnen

Erika: Aber sie sind in Afrika.

Sabrina: zu vergleichen, wenn man dann sagt, man fährt nach Italien und man schafft es bis Kaorle, wo jeder Deutsch spricht.

Erika: Wer das spricht, der italienisch.

Sabrina: Naja, aber es hilft immer auf Deutsch schreiend zu bestellen, weil dann versteht man es besser in einer anderen Sprache.

Erika: Das ist was Faszinierendes, gell?

Sabrina: Oder die Wiener, die bis nach Boratsch schaffen und nicht weiter. Sagt man ja immer so schön.

Erika: Das hab ich gar nicht gewusst. Schaff... Okay, das wusste ich.

Sabrina: Es gibt so... Die Wiener, die im Sommer zum Wörthersee fahren, ja in Kärnten eher unbeliebt. Und bei den Kroaten ist es so, je weiter im Süden, desto weniger Touristen. Wien ist heute die größte Hauptstadt

Erika: Reaktiv.

Sabrina: Österreichs und deswegen schaffen sie es nur bis Borreitsch. Das heißt, weiter runter du es schaffst, desto weniger Tourismus hast du von den Österreichern.

Erika: Okay.

Sabrina: Weil weiter haben sie die Landkarte nicht erkundet. Und Borreitsch, wenn man weiß, ist relativ weit oben für dieses größere Land.

Erika: Ja, jetzt versteh ich's.

Sabrina: Nein.

Erika: Ich war noch nie in Kaole und all diesen Adria. Ich kenn das gar nicht.

Sabrina: Das ist eher was, was du machst, du in Kärnten ist, ist der Hausstrand, obere Adria. Weil

Erika: Ja.

Sabrina: Klagenfurt, 2,5 Stunden, 3, also das bietet sich an, sind Tagesausflüge. Das schon cool, das ist schon einer der Vorteile. Der Mehrzugang quasi, der zurückgewordene. Aber dafür liegst halt auch Sardine

Erika: Nein, das, das...

Sabrina: an Sardine an Sardine. Gut.

Erika: Ja, da gibt's ja auch mittlerweile solche Hotspots an irgendwelchen InfluencerInnenhotels. Naja, wie auch immer.

Sabrina: Ja, Also wo ich da war, da früher hat es ja drei Sternen nur gegeben und das war das Maximale und das war vollkommen egal. Mittlerweile ist ein Fünf-Stern nach dem anderen. Das sind aber dann mehr ein Jesolo. Haben wir vor ein paar Jahren gemacht, unverschämt da ja proportional zum Service zu vergessen und am Ende schwimmst du dann trotzdem nur in dieser braunen oberen Adria-Kloake. Also zahlt aber als

Erika: Mmh.

Sabrina: erstes den Klo auf den Malediven pro Nacht. Also unverhältnismäßig.

Erika: Okay, das brauch ich nicht.

Sabrina: Aber gut. Ja, also... Wenn ich mir was wünschen würde,

Erika: Ja.

Sabrina: dann würde ich mir wünschen, dass man ein bisschen mehr hinschaut bei diesen Kolonalsprachenthemen, weil da, garantiert, haben wir alle tausende Blindeflecken, die man tagtäglich verwenden

Erika: Na, du... kannst?

Sabrina: und keine Ahnung haben, was wir eigentlich reden. Und ich glaube, solange wir das so sehen oder nicht erkennen, wird die dritte Welt die dritte Welt bleiben oder die vierte Welt. Weil das ist so unbearbeitet, das ist Röhr

Erika: Mmh.

Sabrina: für viele. Und da nehme ich mich überhaupt nicht aus, aber man muss es halt mit reinnehmen.

Erika: Das ist auch das, was ich damit sagen möchte. Ich nehme mich bei gar nichts aus, bei null Nader Niente. Aber ich möchte zum Beispiel darauf aufmerksam gemacht werden. Ich bin froh darüber, wenn man mir sagt, hey Erika, das war jetzt nicht in Ordnung und und und. für mich ist dann nicht, ich fühle mich angegriffen. Ist es unangenehm vielleicht in dem Moment? Ja, aber ich meine,

Sabrina: Ja natürlich ist es unangenehm, aber...

Erika: es kommen. Das Leben ist halt leider nie nur angenehm. Also ich finde das jetzt nicht schlimm. Und es dann runterzuspielen, das ist das, was mir zeigt, okay, so geht's weiter, ja, das hatten wir halt, immer kommt dieses Jahr, das hatten wir halt so gesagt, eurer Ja! Klar! Aber jeder, mein...

Sabrina: Früher sind wir aber auch mit der Kutsche gefahren und dann hat es eine Weiterentwicklung gegeben und jetzt fahren wir mit dem Auto. Wo ist die Kutsche für diese Menschen? Das ist ja kein Argument, ist ja eine reine Verweigerung. Ich würde sie nicht als Verweigerung bezeichnen, sondern die haben überhaupt keinen Coping-Mechanismus dafür, sie mit so einer Situation umgehen, weil sie offensichtlich in einem Umfeld sind, ihnen das noch nicht passiert ist. Wenn du aber in einem Umfeld bist, wo du auf so etwas Aufmerksam gemacht wirst, dann tut das nur das erste Mal weh. Und das war jetzt offensichtlich deren erstes Mal mit dir. Naja, wir sehen, beim nächsten Mal geht es schon leichter und irgendwann kann man das auch annehmen. Aber das tut halt gut.

Erika: Also mit einer von den Personen kann ich sagen, war es nicht mein erstes Mal.

Sabrina: Das ist richtig, ja, das wird...

Erika: Mehr darf ich nicht sagen.

Sabrina: Ja, war ich dabei. Und da habe ich Ihnen aber schon erklärt, warum das nicht geht. Nein, nicht. Aber wir wollen ja keine Namen so offensichtlich...

Erika: weil ich bin angehalten worden zurückhaltend zu sein. ich möchte nur, ich möchte nur, ich möchte nur sagen, mit einer von den Personen ist es nicht das erste Mal gewesen und ich bin davon überzeugt und damit möchte ich sie jetzt nicht irgendwie da vorführen oder so. Aber oftmals sind die Leute, denken, sie sind total aufgeklärt und open-minded. vielen Dingen gegenüber die Schwierigeren.

Sabrina: Ja, ich muss fairerweise sagen, die hat wirklich bewiesen, dass sie... Nein,

Erika: viel zu lernen hat.

Sabrina: die ist wirklich eher der Anfang der Reise. Aber ich verstehe, was du meinst. Nein. Aber das habe ich auch erklärt. Und

Erika: am Anfang. Sie steht am Anfang, weil ich meine, das damals war echt nicht in Ordnung. Das war wirklich nicht in Ordnung. Also das war so. Das war...

Sabrina: da war sie wirklich ... Aber auch das hat sie nicht verstanden. Sie hat es damals nicht verstanden.

Erika: Nein, sie hat es nicht verstanden. Sie ist ja auch nicht dann noch hergekommen oder irgend sowas oder hat was gesagt zu mir. das war ich... das... das musste ich sagen, trauen.

Sabrina: Ne, grad so, dass ich die nicht angegriffen hab.

Erika: In die Haare. Mag ich. Zu schöne Locken. Ich meine heute nicht, aber...

Sabrina: Ja, also damals, da war ich dabei, aber da ist man wirklich kurz, also das war so, als hätte jemand kurz auf die Pause-Taste gedruckt. Ich hab jetzt so, du bist gegangen, ich bin mit dir stehen geblieben und hab ihnen dann erklärt, warum das nicht geht. Aber ich hab nicht das Gefühl gehabt, dass ich's verstanden hab, Das stimmt. Naja, however...

Erika: habe ich nicht verstanden. Ja, es muss nicht immer dieses N-Wort sein oder das Z-Wort, was viel öfter verwendet wird im Sprachgebrauch, alltäglichen, weil das N-Wort auch noch, aber Da hat man anderes Bewusstsein. Das

Sabrina: Ja.

Erika: andere wird viel mehr, wie du sagst, Speisekarten benutzt. Und so ist ja nichts Schlimmes. Ja, absolut. ist so viele. Noch immer nicht alle, aber sehr viele. ...

Sabrina: Vollkommen verharmlost. Das M-Wort haben wir jetzt gelernt. Aber für die anderen Sachen gibt es meiner Meinung nach überhaupt kein Bewusstsein. Man sagt nicht mehr Zigeuner, aber man bestellt schon noch das Zigeuner Schnitzel. Das sind zwei komplett separate, getrennte Sachen.

Erika: Ja, natürlich. Naja, man sagt jetzt nicht mehr das N-Wort, aber das Maul im Hemd gibt's halt noch, gell? Weil die Karte änderst halt jetzt 30 Jahre lang nicht. Sie ist... Ja eben, das hat man ja schon immer so gesagt, Herrst.

Sabrina: Naja, aber wie würdest du das denn sonst nennen? Wie würdest das denn sonst nennen? Es gibt halt einfach nur eine Möglichkeit, das zu benennen. Was soll man denn machen jetzt?

Erika: Und vom Enkuss auf die Schwedenbomben, mein, ist doch besser. Wo ist denn bei Bombe jetzt

Sabrina: Das ist mein Favorit.

Erika: das Thema? Wie die Wasserbomben, mit

Sabrina: Ja, wäre echt. Vor allem damals nach dem

Erika: denen die Kinder spielen. Muss man das Wasserbombe nennen? Kann man ...

Sabrina: Und da dient ein Killer.

Erika: Ja, das ist so ... Ja.

Sabrina: Ja.

Erika: Gehen bitte auch andere

Sabrina: es skeptil zu tun.

Erika: Ausdrücke. Ich möchte euch nur sagen, jetzt zum Schluss. Der Schulschluss

Sabrina: Was kommt jetzt?

Erika: naht. Ihr wisst,

Sabrina: Nö.

Erika: was das für die Sabrina und mich bedeutet. Wir werden eine Folge machen, wo wir vermutlich nur weinen. Ich könnte jetzt schon heulen.

Sabrina: Ja, ich könnte vor allem heulen, weil jetzt noch einmal ein Überraschungstest kommt. ich habe schon gesagt, dass

Erika: Ja!

Sabrina: ich die Schulsachen nicht weggeräumt habe. Also mit der letzten Schularbeit, Deutsch, war zwei

Erika: Ja.

Sabrina: Wochen, war für mich so. Also die Schultasche steht noch hier. Der Test, Entschuldigung, steht so hier. Sachunterrichtstest,

Erika: Nein, der Test war noch... Der Test war so, okay, we're done.

Sabrina: genau. Und dann war es so fast well done. Also ich hätte die Schulsachen auch schon in den Keller räumen können und dann. noch einmal ein Überraschungstest. Und weil wir so schön nachgefragt haben, Eltern aus der Gruppe, gibt es vielleicht noch einen

Erika: Hahaha

Sabrina: zweiten. Super. Naja, meine, Schule ist ja bis Ende Juni. Also, es gibt überhaupt kein Problem, nicht durchzuziehen. Ja, also zuerst werden wir weinen,

Erika: Aua.

Sabrina: werden wir da noch mit, wie soll ich sagen, lernen dürfen. Und dann, Gott, ich möchte mich nicht.

Erika: Das ist so prü-nah!

Sabrina: Ich möchte mich nicht wiederholen, aber

Erika: Ja!

Sabrina: beim ersten...

Erika: Du hast mir letzte Woche ein Foto von Milo

Sabrina: Welches? Also von der ersten Klasse. Okay, da war ein Klassenfoto. Ich hab zu ihm gesagt, zieh dir was Schönes an, dass er weißes Hemd an hat, der hat so lange Haare gehabt und vorne haben zwei Zähne gefehlt und da war so eine seitliche Bose, so und etwa. Und vorne das Lachen ohne Zähne und der hat ausgeschaut, das ist jetzt wirklich gemein, aber er hat ausgeschaut wie, ja... Wie jemand, in so einem Resozialisation-Programm ist und den dritten Bildungsweg zum Koch macht, dem halt schon ein paar Zähne fehlen. Also so eine Mischung zwischen ganz junges Kind und Altermann. Das war so lieb.

Erika: Ich hab so lachen müssen bei den Fotos. Weil ich meine, die Fotos

Sabrina: mein Gott.

Erika: von erster bis vierter Volksschule, diese Passfotos, das ist...

Sabrina: So süß. Na jetzt haben wir Teenager. Fast. Aber jetzt sind sie schon groß auf die Fotos.

Erika: Ja, das ist halt echt Wahnsinn.

Sabrina: Ich habe in der ersten Klasse beim Schulfest, zu dem wir eingeladen waren, obwohl wir noch keine Kinder hatten, in den

Erika: Ahem.

Sabrina: Turnsaal gegangen und habe mir die Verabschiedung der vierten Klassen angeschaut. Ich bin dort gestanden und habe wirklich Rotz und Wasser geheult. Die Leute haben mir angeschaut, als hätte da ein Kind in der vierten Klasse,

Erika: Ja.

Sabrina: weil es gibt überhaupt keinen Grund sonst so mitzuhäulen. Aber ich habe das so emotional gefunden. Und seit dem Moment fürchte mich. Das heißt, wenn jemand gute, wie soll ich sagen, Beruhigungsmittel empfehlen kann, ist jetzt der Moment, uns das

Erika: Ja.

Sabrina: zukommen zu lassen, weil vielleicht muss man da auch früher damit anfangen. Nein, drei.

Erika: In zwei Wochen ist es so weit.

Sabrina: Vierter Juli, oder? Nein, doch dritter Juli. Das Schulfest, stimmt, ist ja viel früher. Ja, aber dann haben wir noch einmal ...

Erika: Nein, das Schulfest ist am 25. Das ist ja da, sie... Das ist am 25.

Sabrina: Ja, aber dann haben wir noch einmal den letzten Schul. Da kannst du dich erinnern, das letztes Jahr war, wo die vierten Klassen gesungen haben.

Erika: Das ist am Schulfest. Sie singen am Schulfest.

Sabrina: Und dann beim letzten Schultag war das auch noch einmal in der Früh. Dann haben die Vierten auch noch einmal gesungen. Nicht so wahnsinnig.

Erika: okay. Aber singen tun sie auch am Schulfest.

Sabrina: Gott. Und dann ist es vorbei, bevor es bei mir wieder losgeht.

Erika: Das war dann mein letztes Mal in die Weringer Straße zu fahren, in die Volksschule.

Sabrina: Das ist überhaupt nicht wahr. Der Henrich startet nächstes Jahr im Herbst. Du kommst da mit. Tu, wie... doch. Du wirst schon sehen, wie du da mitkommst.

Erika: Wieder am ersten Schultag ist es echt so arg. Gott, ich muss weinen, weil ich bin gerade, ich habe meine Menstruation. Also ich bin jetzt nicht gemacht für solche Themen.

Sabrina: Mh.

Erika: Ja, also das was wir wirklich sagen wollen mit unserer Sendung, mit unserer Sendung heute ist

Sabrina: Ja, also...

Erika: ein sicher ein Bewusstsein zu schaffen und andere Leute sehr wohl auf Dinge aufmerksam zu machen. Auch wenn man das in eine sehr unangenehme Situation bringt. Das ist klar. Für beide ist es keine angenehme Situation. Aber immer ruhig zu sein, wird nichts lösen und das ist ja nicht der richtige Weg.

Sabrina: ändert halt nichts.

Erika: Und man darf Dinge auch annehmen. Nur weil man vielleicht auch

Sabrina: Man darf Dinge auch falsch sagen, wenn man es nicht besser weiß. Man kann ja nur so viel wissen,

Erika: Natürlich!

Sabrina: wie man ein Wissen hat.

Erika: Und nur weil man vielleicht familiär irgendwelche, weiß ich nicht, einen Bezug hat zum Judentum oder was weiß ich, was, schützt mich das ja auch nicht. So wie mich das ja auch nicht schützt, dass ich gewisse Dinge auch falsch sage und mir anders aneignen darf.

Sabrina: Ja, das

Erika: Das zu besitzen.

Sabrina: ist richtig. Aber es geht

Erika: Ja.

Sabrina: halt immer die Eigenverantwortung und oft braucht es einen Impuls. Und wenn wir es jetzt schaffen, Impuls zu setzen, dass sich jemand einfach ein bisschen mit dem Thema auseinandersetzt und sich denkt, okay, Kolonialsprache, interessant, warum und wie war das eigentlich? Was steht denn da auf diesen KZ-Eingängen? Ich meine, dann ist das ja schon einmal ein neuer Schritt. Und wir haben unseren Bildungsauftrag wieder voll erfüllt. Oder mit einem berühmten Zitat, wer das gesagt? Wer nichts weiß, muss alles glauben.

Erika: Weiß ich nicht.

Sabrina: Ich glaube, das war...

Erika: und wer nichts weiß, na, kogeln mal.

Sabrina: Marie, Ebner, Eschenbach. Ja, aber das stimmt. Wer nichts weiß, muss alles glauben. Deswegen ist es in der Eigenverantwortung, sich Wissen anzueignen.

Erika: Genau. Und das geht ja heutzutage so easy.

Sabrina: Ja, neben zu unseren Recherchequellen TikTok, YouTube und Instagram.

Erika: K.I. darf man auch fragen, wenn man weiß, wie man sie anfällt.

Sabrina: Ja.

Erika: Also, ja, dank Sabrina weiß ich das. Sie sagt jetzt nichts dazu.

Sabrina: Gerne. Na, gerne. Na, aber schau Erika, und das ist ja auch so ein geben und nehmen immer. Dank dir bin ich ja auf die Idee gekommen, Menschen könnten Hilfe für dieses Thema benötigen. du bringst, wir bringen es einfach, man kommt ja auf neue Ideen. Das ist ja dieses Miteinander, machst das schön.

Erika: Es gibt ja nicht nur mich da draußen, die keine Ahnung hat.

Sabrina: Ja, aber für mich ist das so, was willst du anbieten mit Kai? Jeder kennt sich aus. Nein, ich kenne mich aus, weil ich

Erika: Dann

Sabrina: in dem Thema bin. Das ist so, wie wenn du sagst, ich habe auch mal Arbeit, nette als Coach, weil es gibt es ja schon. Ich denke mir, okay, das braucht es. Das ist ja immer aus

Erika: Genau!

Sabrina: welcher Perspektive du agierst. So, aber genug jetzt von uns. Habt einen schönen verregneten Tag.

Erika: Ja, ich wollte gerade sagen, bitte.

Sabrina: Heute ist Henrys Sommerfest.

Erika: Also machen wir es als In.

Sabrina: Ich hoffe, sagen es ab und verschieben es.

Erika: Ja, das wäre echt. Aber sonst Indoor. Oder? Ich meine Indoor gibt ja auch die Möglichkeit. Ist natürlich nicht so lustig, aber...

Sabrina: Aber die haben dann draußen so Wasserstationen und Spritzminnschlauch

Erika: Ja, necki.

Sabrina: rum. Ich habe mir gedacht, weißt wie er heute in Kindergarten gegangen ist? Weiße Hose, weiße Säme.

Erika: Passend! Mein Passend

Sabrina: Du hast gut gewinnt.

Erika: A für dieses Wetter und B für Sommerfest.

Sabrina: Ich nehme Ersatzkleidung mit. Gut, macht es jetzt gut?

Erika: Ja, ist eine gute Idee. diesem Sinne, bye bye!

Sabrina: Ciao!

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