#40 Grenzen setzen: Die Kunst der Toleranz und Selbstachtung
Shownotes
In der heutigen Episode von "Black & White - Live unfiltered" diskutieren Erika und Sabrina ein häufiges, aber oft missverstandenes Thema: Grenzen setzen. Warum ist das Setzen von Grenzen wichtig, und wie hängt es mit Toleranz zusammen? Wie oft haben wir uns in Beziehungen oder Freundschaften nicht getraut, für uns selbst einzustehen?
Das Setzen von Grenzen ist eine wichtige Fähigkeit, die es uns ermöglicht, unsere Bedürfnisse zu schützen und respektvoll miteinander umzugehen. Oft wird angenommen, dass Toleranz bedeutet, alles zu akzeptieren. Doch Toleranz ist nicht gleichbedeutend mit dem Verzicht auf eigene Bedürfnisse. In der Episode beschreiben Erika und Sabrina, dass Toleranz manchmal fälschlicherweise als eine Entschuldigung für das Ignorieren eigener Grenzen verwendet wird.
Die beiden betonen den Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz. Toleranz bedeutet, die Andersartigkeit anderer zu akzeptieren, während Akzeptanz ein wohlwollendes Aufnehmen und Verstehen ist. Die Diskussion beleuchtet auch, wie und wo Grenzen gesetzt werden sollten, insbesondere in Beziehungen zu Freunden, Familienmitgliedern und in beruflichen Umfeldern.
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Transkript anzeigen
Sabrina Hanneman: Willkommen zu Black & White – Live unfiltert. Ich bin Erika. Und ich bin Sabrina. Wir laden euch ein auf eine schonungslose Reise und die ungeschminkte Wahrheit über unser Leben in den 40ern. Jede Episode ist ein Mosaik aus ehrlichen Gesprächen, die euch inspirieren und zum Nachdenken anregen können. Wir sind mal laut, mal leise, aber immer authentisch. Mit einem Fuß im Business und dem anderen auf dem Spielplatz. Willkommen bei Black & White, live unfiltert.
Sabrina Hanneman: Wir sprechen heute über Grenzen setzen. Toleranz. Ja, Toleranz, Grenzen setzen. Naja, geht ja einher. Wie tolerant bin ich? Wo sind meine Grenzen? Wenn man die Grenzen setzen muss, dann bin ich schon am Ende meiner Toleranz-Ankammer.
Sabrina Hanneman: Toleranzgrenzen setzen in Beziehungen. Freundschaften, Eltern-Kind-Beziehungen. Liest man immer mehr auf Insta oder zumindest in meinem Liest man auf Insta ist super. Nein, das ist quasi die Enzyklopädie der Neuzeit. Ja, genau. Das... Oder dieser Content erscheint halt bei mir, dieser Kontaktabbruch zu Eltern, dass man ja nicht... Ja. Man muss sich auch nicht von den Eltern alles gefallen lassen. Man steht ja nirgends, dass die einen Freibriff haben in ihrem Verhalten. Niemand hat einen Freibriff in seinem Verhalten. Ja, das ist schon auch bisschen sowas Kulturelles. in der Kultur meiner Mutter ist schon so ein bisschen... Als Eltern darf man irgendwie alles. Kontaktabbruch zu den Eltern, weil sie nicht so zu dir waren, wie du es gebraucht hättest. Das ist wahrscheinlich eine Generationenfrage, ich gerade überlegt. Ich glaube, dass das bei meinen Großeltern auch noch schwer möglich gewesen wäre. Wobei, haha, lustig, mein Opa mütterlicherseits hat den Kontakt zu seinen Eltern abgebrochen. Da sind aber wirklich massive Dinge vorgefallen. Aber sonst... Ach so, na und meine Oma auch eigentlich. Naja, schau Naja, okay, warte mal. Gut, aber das war alles während dem oder kurz nach dem Krieg. Also das hat schon auch seine Gründe gehabt, warum das passiert ist, wie es passiert ist. Es hat immer seine Gründe. Immer. Also machst du das noch einmal in Ausnahmezustand. Klar, aber es macht dir nicht einfach... Ja, man macht das sicher nicht leicht fertig. Überhaupt nicht. Und hat jetzt so afrikanische Kultur, da kann man jetzt schon für einen Kontinent sprechen, weil Afrika hat 54 Länder, falls jemand nicht weiß.
Sabrina Hanneman: Also wenn man von Afrika spricht, möchte das Buch Afrika ist kein Land, wie wir es näher bringen. Das ist in jedem gut sortierten Buchhandel und auch in Bibliotheken verfügbar. Dann ist das schon so diese Dankbarkeit, die du den Eltern entgegenbringen musst. Dieses, ja ich bin dir einfach dankbar und dieses hierarchische wird sehr gelebt. vielen Kulturen, allem dort, wo du nicht isoliert lebst, sondern einem Familienverbund. Natürlich bedingt das solche Sachen mehr. Aber ja, mein Toleranz ist ja sehr weit gefasst. Toleranz kommt ja, da kommt jetzt wieder die Anthropologin durch, aber Toleranz kommt ja nicht aus dem, etwas zu akzeptieren, sondern eigentlich etwas nicht zu akzeptieren. Also Toleranz ist ja entstanden daraus, dass du sagst, ok, du hast ein Machtgefälle, Kirche halt natürlich, klassisch in Europa, und akzeptierst aber Andersartigkeit, andere Religionen, andere Strukturen oder die Herrschenden akzeptieren die Untertanen, weil du sonst einfach in einer permanenten Konfliktsituation bist. Ich akzeptiere die anderen auch. Akzeptanz ist etwas ganz anderes. Oder ich toleriere die anderen mich auch.
Sabrina Hanneman: Gut, fangen wir von vorne an. Also Toleranz ist, die Andersartigkeit anderer anzuerkennen, statt sie abzulehnen. Obwohl sie eigentlich bei dir auf Ablehnung stoßen würde. Das ist Toleranz. Und Akzeptanz ist das wirklich wohlwollend, in seinen Kosmos aufzunehmen. Nein, Scherz. Aber, also sind wir jetzt bei Toleranz oder Grenzensetzen? Ich dachte, wir sind bei Grenzensetzen heute. Schaut's, haben das Thema noch unser Thema ist Toleranz. Toleranz, Falls ihr das nicht wisst, wir tun uns ja öfters einfach Themenvorschläge schicken und dann sagt der andere, ja, ok, passt. Heute habe ich das Wort Toleranz. Ich Grenzensetzen, ist der nächste Schritt von Toleranz. Also Grenzensetzen muss ich dann, wenn mein tolerantes Verhalten falsch ausgelegt wird, zum Beispiel ich bin tolerant oder was auch sowas ist. Jeder sagt immer, ich bin so tolerant und dann sind das Menschen, die zum Beispiel im Job nichts sagen, Konflikt zu vermeiden. Also ich kenne einen Haufen Konfliktvermeider, die sich selbst als höchst tolerant bezeichnen, nur weil ihnen das Rückgrat fehlt, eine Meinung zu haben und dahinter zu stehen. Bezeichnen sich dann alle als tolerant. Diese Menschen wiederum würden mich als total intolerant bezeichnen, weil ich für die Dinge, die ich richtig und wichtig finde, einstehe. Ja, aber das sind wirklich so viele Menschen, in genau diesen Situationen, wo es wichtig wäre, nicht aufstehen. Ja, weil Toleranz hat ja nichts damit zu tun, klein beizugeben. Also wenn du permanent klein beigeben musst und das hinter deiner Toleranz barkst, dann läuft dir was grundsätzlich falsch. Weil dann verlierst du ja deine volle Selbstachtung und deinen Selbstwert. Das ist so, wie wenn du im Büro vom gleichen Kollegen immer wieder ausgenutzt wirst und Arbeit kriegst oder der Chef dich schlecht behandelt. und du sagst nichts und sagst, ich bin da halt toleranter. Bist nicht? Du kannst keine Grenzen setzen. Das sind grundverschiedene Dinge. Das ist bei vielen sehr schwierig. ist auch extrem schwierig. Jobmäßig arbeite mit niemanden zusammen oder bin jetzt in keinem Büro-Setting. Aber ich finde es auch im Privaten so, wie tolerante Menschen nicht anderen Menschen gegenüber sind.
Sabrina Hanneman: Würdest du dich als tolerant bezeichnen? Mmh. Ich glaube schon, aber dass ich jetzt... Ich meine, das wird jeder von sich behaupten. Naja, nicht jeder. Ich glaube schon. Du dich? Das hängt wirklich, wie viele Menschen du immer näher, je weiter die Personen natürlich weg sind. Das heißt, einem Jobumfeld fällt es mir wesentlich leichter, tolerant umzugehen, solange meine persönlichen Grenzen gewahrt werden. Also ich kann da viel mehr auf einen Menschen zugehen, weil ich überhaupt nicht getriggert bin. Ich glaube, dass es im privaten Bereich schwieriger ist, in Beziehungen oder mit Kindern oder mit der Familie. Mit Kindern? Ich würde jetzt nicht... Nein, ich würde mich nicht als übertolerant bezeichnen. Überall nicht. Ja und auch nicht als wahnsinnig tolerant. Oder tolerant im Umgang mit meinem Tolerant.
Sabrina Hanneman: Nein, wenn der manchmal mit Ideen kommt, das meine erste Reaktion, dass ich mich verständnisvoll hinsetze, in der Hand halte und sage, lass uns doch über diese Idee reden. Es hat alles seinen Raum. Sondern da sage ich, Milo, was soll das jetzt? Ja, da hast du ja auch bisschen einen Erziehungsauftrag und da bin ich jetzt nicht so tolerant, dass ich sage, ja, okay, voll in Ordnung, heute schaust du von acht in der Früh bis zwanzig Uhr am Abend fern. Aber jetzt ungefähr, was würde passieren, wenn man das mal macht? Also da halte ich die Grenzen trotzdem stark. Ob das jetzt richtig oder falsch ist, das werden wir ja alles erst sehen. Aber von meinem Empfinden her, da halte ich sehr die Hand drüber in diesem Erziehungskontext. klar, deswegen sei ich glaube ich eine Erziehungsauftrag. Und deswegen würde ich mich da jetzt nicht als einzeln tolerant bezeichnen. Ja, aber da kannst du nicht diese Toleranz vergleichen mit einem Kind, das ich irgendwo erziehen muss. einen Weg vorgeben immer alles erziehen oder nicht. Und das mache ich schon. Kommt darauf an, welches Endergebnis du dir wünscht. Du kannst natürlich Anti-Autoritärer sein, wenn das das ist, was du möchtest als Endergebnis und dann ja, klar. Aber wir wissen ja das Endergebnis, nicht das Mänen. Natürlich, es gibt ja viele verschiedene. Kind zu haben ist ein Projekt. auf das zurückzukommen, also so wie ich meinen und oft auch dein Stil erleben. Wir sind jetzt nicht Eltern, die das Kindchen halten und sagen, lass uns mal über all dem Blödsinn jetzt nur auf die Eltern- schaft bezogen, auf die Eltern- schaft, nein, da war das sicher eine Erziehungsauftrag. Und der steht für mich höher als zu sagen, ja, okay, mach was du glaubst. die Beziehung. In meiner Beziehung, in meiner jetzigen, sehe ich mich als sehr tolerant.
Sabrina Hanneman: Immer die gleiche Mücke, oder? Ich mein, was ist mit der? Sind da nicht Tomaten, die die irgendwie... Ja, wir haben da vorhin Tomaten liegen. Nein, die es fernhalten sollen. Also, nein. Offensichtlich nicht. Glaub mir bitte, wie viele Tomaten da vorhin liegen. Für mich, ja. Naja, aber was ist Toleranz? Ist Toleranz dann in Beziehungen zu verstehen, wenn der andere etwas einfach anders sieht, oder ist es... den anderen trotzdem nach den eigenen Vorstellungen die Antworten formen zu wollen. Und da finde ich die Grenze sehr oft fließend für mich. Ja, aber das, was jetzt diese Art der Beziehung oder viele Dinge in meiner derzeitigen Partnerschaft, die ich lebe, wären vor zehn Jahren nicht denkbar gewesen. Ist das eine Frage der persönlichen Reife oder der Toleranz? Beides. glaube, desto reifer man wird, desto toleranter wird man. Das widerspricht sich mit den alten Menschen. denen, die dann immer sturer und eigensinniger werden und immer weniger tolerant. Das kann ja auch eine Generation sein. Noch sind wir ja jung. Da hängt sicher viel davon ab, wie offen bleibe ich. Wie sehr beschäftige ich mich mit jungen Generationen überhaupt. Entschuldigung, wenn ich schon immer saughaft mit 500 Einwohnern gelebt habe und mein Horizont bis zur Ortsdafel geht, wird die Toleranz im Alter sicher nicht steigen. Aber wenn ich weiterhin herumreise, für andere interessiere, dann glaube ich schon, deine Toleranz wachsen kann. Ja. Kenn ich solche Beispiele? Eben. Ich seh mich sicher nicht als die, die in 500 Seelen da auf alt wird. Das glaub ich nicht, weil dort bin ich jetzt nicht. Aber wer weiß, vielleicht doch noch in Ossiach. Ganz sicher nicht. Ganz sicher nicht. Es gibt Dinge, kann ich garantieren und das ist eines davon. Dann möchte ich auf die erste Podcast-Folgereferenz zu Kärnten. Da bleibt noch immer meine Meinung, ist meiner schlimmsten rassistischen Erfahrung in Österreich in Kärnten.
Sabrina Hanneman: mache oder mit kehrnnen. Und trotzdem ist hier bald ein bisschen... Naja, schau, Dinge ändern sich. gut, genug davon. Gehen wir zurück zum Thema. Also ich glaube in meinem Fall, dass das schon mit dem Alter, mit der Reife, mit den Erfahrungen wächst. Wie das bei anderen ist, weiß ich nicht. Also wie gesagt, jetzt auf meine Partnerschaft bezogen, das hätte ich vor 10 Jahren oder 5 Jahren vielleicht sogar. Weiß ich nicht. Vielleicht ist das die falsche Flucht des jahrelangen Single-Sens. Ich glaube, dass das schon einen Unterschied macht, ob du gemeinsam Kinder hast oder nicht. Man ist ja kompromissloser, wenn man nur die Beziehung zusammenhält, als wenn man ein Kind zusammenhält. Oder wenn alles wirtschaftlich verbunden ist oder solche Dinge, das macht ja alles nur viel, schwieriger. das hat ja nichts mit Toleranz zu tun. Und ich glaube, dass das ein Begriff ist, der halt sehr oft verwechselt wird. Toleranz, Akzeptanz, Grenzen, Rückgrat, also diese ganzen Themen, die mich ja eigentlich total trügern. Aber dieses in einer Beziehung, das würde ich nicht als Toleranz, sondern als Abhängigkeit, warum die meisten nicht gehen. Ja, wobei schon so ist, dass man jetzt auch sagen kann, dass man es einfach mal... ist die Grenze? Also die Grenze ist immer dann zu ziehen, wenn Gewalt physisch auftreten, misshandeln. Also da passieren aber schon Sachen. Da ist es spätestens, sollte man Aber vorher mal zu sagen, okay, ich rauf mich da jetzt zusammen und das ist jetzt mal wert, das zu Das muss ja jeder für sich definieren. ist schon gut und wichtig und richtig in Beziehungen, aber das andere, da sind wir wieder bei den Abweichketten. Was ist mit Höger dieses ganze Thema so? Schon wie es gehört, da bringt man Toleranz. Keine Ahnung. Weil das so viele Sachen auf vielen Ebenen zusammenkommen. Und weil ich letztens wieder was beobachtet habe, bei einem Jobumfeld, genau dieses Thema, wo dann zwei zusammengekracht sind, und jeder Standpunkt war valide, aber halt
Sabrina Hanneman: immer aus der eigenen Historie raus. Naja, jeder nimmt so sein eigenes Packerl mit. Deswegen ist es ja auch mühsam, vor allem in Beziehungen.
Sabrina Hanneman: Aber klar, wenn dich ein Kind nicht zusammenhält, gibt es ja weniger Grund, warum du zusammenbleiben musst. Aber dennoch trennst dich ja dann nicht leichtfertig. Nein, natürlich nicht. Ich mein, erinnern uns zurück an unsere Jugend. Da brauchen wir jetzt eine Sekunde, bis wir in der Historie dort ankommen. Und für mich war jede Trennung immer schwierig. Nein, weiß nicht. Also da bin ich mit gebrochenen Herzen zu irgendwelchen Schnulzen gesessen, hab aus dem Fenster geschaut, hab gedacht, mein Leben hört auf. Es hat sich auch so angefühlt. Also, Gott, das war schlimm, oder? Also, wird da jemand das Herz rausreißen und drauf trampeln und dann hörst du noch diese Lieder und es wird immer trauriger, es wird immer schwerer. Ja, heute machen wir das über Instagram. Das ist voll oft so, wenn du diese Sprüche, diese Lebensweisheiten und schaust da eine an, immer mit dem gleichen Sound, dann Hunderte und am Ende noch so ein Ampel, den Figs so fertig und dann ist so, ja und die großen Themen des Lebens und danke Instagram, dass ihr das wieder bearbeiten habt dürfen. Ja, ähm, ja, aber ich find, ja, Punkt. Das sehe ich jetzt so. Müssen Kinder ihren Eltern gegenüber Toleranz beweisen? Wie siehst du das? Unsere uns gegenüber. Kinderehr und elft und global.
Sabrina Hanneman: Das haben wir ja schon gesagt. Wann? Dazu beginn, wenn man mit den Eltern Kontakt abbricht oder so. Also gar keine? Natürlich eine Toleranz. Ich glaube, dass das ganz automatisch ist, dass du eine Toleranz gegenüber deinen Eltern aufbringst, aber keine Never-Ending-Toleranz. Ich glaube, dass das schwierig ist, weil ... Unsere Generation, wenn mir ein Fehler passiert oder ich mich falsch verhalte oder ich selber merke, das war überhaupt nicht in Ordnung, dann suche ich den Kontakt zu meinen Kindern und erkläre ihnen das. Du jetzt? Kann ich mich jetzt nicht erinnern, dass meine Eltern sich so wahnsinnig oft hinsetzt hätten und mir was erklärt hätten, warum jetzt Dinge passiert sind, wie sie passiert sind. Entschuldigt hat sich nie jemand bei mir von meinen Eltern. Später schon. Also war ich dann schon... Als Kind ist es einfach so, es ist. Bis heute hat sich niemand entschuldigt. Also, ich glaube auch nicht, dass da jetzt noch was kommen wird, dass wir jetzt irgendwie unsere Beziehung aufarbeiten werden. Du hast ja spezielle Situation eben. Ja, genau. aber ja, ich glaube in unserer Generation, dass es das immer öfters gibt, aber auch nicht. Also, weißt du, das ist auch wieder ein Bubble-Denken.
Sabrina Hanneman: Meine Mutter, die letztes Jahr verstorben ist, hat immer wieder Themen gehabt. Aber wir haben sie auch immer besprochen. Die Frage, wenn jemand stirbt, immer, gibt es Dinge, die du gerne noch gesagt hättest oder besprochen hättest oder wo ich ausgesprochen hätte? Wir können wirklich sagen, nein. In meiner Familie ist es immer so, haben alles immer sehr auf den Tisch gelegt. Und die kennen aber ganz viele Familien, wo einfach nicht geredet wird. Die reden dann das Ding herum in irgendwelchen Schleifen und jeder hat eine Meinung und keiner sagt sie und dann ist das mehr Wert. der Aufhörung, wenn alle miteinander reden, weil keiner auf den Punkt kommt. Und das habe ich ganz oft schon beobachtet und dieses Ja, nicht an Ecken und Ja, also für mich total unverständlich. Ich komme aus einer ganz anderen... Der ist ja eben und das prägt einen enorm. Und bei mir war es mehr so... Du bist ein Kind und hast eh nichts zu sagen. Na gut, habe ich trotzdem ausgefasst. eine Meinung kommen oder ausdiskutieren habe ich erst kennen, wo ich da wortefähig war als Teenager und älter. Ja, aber das, du sagst, ist so ... einfach ... ja, nicht laut werden. Und deine Meinung äußern dürfen. Und dadurch gehst du ja auch in einen Rückzug. Wenn du das nicht darfst und ... wenn der Raum nicht dafür gegeben ist. Also, nein, finde ich gut, dass ihr das so auf den Tisch gelegt habt. Das war nicht immer leicht. Nein, das sagt niemand. Aber dass der Raum dafür da war, dass er geschaffen wurde. wie viele Familien gibt es, wo das eben nicht der Fall ist? glaube, diese Ehrlichkeit, das gibt es selten. Aber von wem ging das aus? Irgendwann muss er den Weg dafür geebnet haben. Ich glaube, war meine Mutter. Meine Mutter war sehr ungefiltert. Ja, aber es ist ja gut. Ja, aber das war immer sehr konfliktbehaftet an solchen Gesprächen. Das war nicht easy.
Sabrina Hanneman: Aber ja, rückblickend wahrscheinlich für mich gut, weil genau dieser Punkt hätte es noch was gegeben oder hätte es euch ausreden können. Nein, weil war immer alles am Tisch. Und deswegen ja. Aber ja. Ich bin gespannt, wie das dann wird, wenn unsere Kinder älter werden, wenn sie dann zu Hause kommen mit ihren Berufswünschen, YouTube Star. Das ist übrigens in den meisten europäischen Ländern Berufswünschen. Ich weiß. Ja du, wenn du dafür ein paar Millionen damit verdienst, dann go for it. Ja, wie die meisten. Würdest du sagen, bist du in deiner Beziehung tolerant? In deiner Ehe. Das Gute ist, du kannst sagen, was du möchtest, weil er hört es nicht, die Folge. Das ist das Gute, das heißt, du siehst Berühmte. Ja, aber alle anderen hören es. Ich bin schon tolerant, aber ich akzeptiere sicher keine Grenzüberschreitung. Und Dinge, die wir ausmachen, die erwarte ich immer, wir sie auch so machen. Also die ihr ausmacht, die für euch in einer Beziehungsrichtlinie oder Beziehungsgrenzen oder innerhalb dieses Beziehungskonstruktes. Und wenn das nicht gewahrt wird, dann wird es sehr... dann verzeiht zwar... wie heißt das? Ich verzeihe, aber ich vergesse nicht. Dann wird es immer schwieriger, finde ich bei mir. setzt man sich am Anfang einer Beziehung hin und bespricht solche... Nein, das erklär ich im Laufe der Zeit natürlich. Nein, das ist Frage, ich mir gerade selber gestellt. Nein, glaub, Anfang... Na schau, da gibt's ja am Anfang diese wunderbaren Abende, wo man nichts anderes möchte, wie gemeinsam sprechen und wo über 18 Hintertürteln sämtliche Lebenssituationen... Das ist nicht relevant. Gemeinsam sprechen habe ich nachher in Angriff und dann über sämtliche Hintertürtel ausgelotet wird.
Sabrina Hanneman: wie man sich dann die künftige Beziehung vorstellt und der andere schwerst verliebt, einem zu und du denkst da endlich der Checkpot meines Lebens. Ja, fertig. Da passiert's. Aber nachher nicht mehr, Dass man das Nein, eine gute Beziehung adjustierst du, die finde ich immer wieder mal neu. Also macht sie das? Ja, wo gehobelt wird, fallen Späne. Nein, also... Ich denke mal, dass gerade Senpa so... Weißt du, eigentlich hatten wir nie so ein Gespräch. Ich hatte jetzt dauernd solche Gespräche. Dauernd. Ich weiß nicht, wo du warst in deiner Beziehung, aber du hast gesagt, ich war dabei, ich hatte jetzt dauernd diese Gespräche. Und dann hatten wir diese Gespräche. Über diese Gespräche. Und vice versa. meinte, bitte, sie sehen nicht nochmal. Ja, aber wir hatten nie ein einziges Gespräch zu wichtigen Themen. natürlich. hast du vor dem Frühstück.
Sabrina Hanneman: Ach du weißt nicht. Doch! versteht mich einfach niemand. Es ist wirklich traurig. Heute versteht mich niemand. Es ist wie spät ist denn? bisschen Hoffnung besteht noch. Halb neun. Acht Uhr ein und vierzehn. Gehen wir heute in den Park? Nein, ist Mittwoch. Gehen wir Park heute Mittwoch. Achso, schon wieder. Die Woche ist Mittwoch. Mit was kann ich nicht weiter? Da geht er zur Akrobatik. Das wäre sicher. Dass ich Beziehungen auch so spannend finde, dass wir gerade da sind. Partnerschaften meinst du? Ja, Partnerschaften. Nein, ist wurscht. Das kannst du überall reinnehmen. Das besprechen wir oft. Wenn wir mal zum Streiten kommen, dann ... Ja, bitte. Wortspende? Nein, okay. Diese Stufen des Zuhörns. Hab ich da schon mal was erzählt? Nein. Es gibt vier Stufen des Zuhörns. Das erste ist das Pseudo-Zuhören. Das ist das Zuhören, du zuhörst, damit du reden kannst, weil dir komplett scheißegal ist, was der gegenüber sagt und du eigentlich nur wartest, bis du dran bist, weil du hast auf jeden Fall die besseren Argumente. Dann gibt es die zweite Stufe. aktive Zuhören. Das heißt, du wartest nicht auf deine eigene Redezeit, sondern du gibst dem anderen zumindest die Chance, sich zu erklären und du blockst nicht komplett ab. Dann gibt es das Zuhören, wo du wiederholst. Das heißt, du nimmst das Gesagte, packst es in eigene Wörter und zeigst, dass du wirklich verstanden hast. Bei der vierten Stufe, und das ist die höchste Stufe des Zuhörers, da wartest du einfach ab und lässt dich vollkommen auf den anderen ein. Und jedes Mal Und seit ich das gehört habe, überlege ich mir immer, wenn es in so ein Gespräch geht, das ist aber jetzt egal mit wem, auf welcher Stufe des Zuhörens bin ich. Und es ist echt schwer, auf Stufe 3 zu kommen, wo man wirklich in den Dialog geht, ohne dass man eigentlich in der eigenen Emotion gerade gefangen ist. Und Stufe 1 und 2 sind komplett zu vergessen. Wenn du in Stufe 1 oder 2 befindest, dann kannst du das Gespräch abbrechen. Weil dann wartest du nur, bis du dran bist und bis es losgeht.
Sabrina Hanneman: Vier finde ich auch. Ich überleg grad, also ich muss Vier hab ich in der Emotion noch nicht erreicht. Vier erreiche ich. Wenn wir zwei über unterschiedliche Themen plaudern, aber in der Situation, wo ich getriggert bin, Stufe Vier zu erreichen, ich mein, ist so wie, bringst du am Fisch das Radlfahren bei? Das könnten wir durch den Buddhismus erreichen. Du, das mit dem Buddhismus, wie funktioniert denn das für dich? Malen auf, malen ab. Halte sie durch die Tür, kann man mit den Worten... Ich hab schlechte Laune. Gut, auch Buddhisten haben schlechte Laune. Ach, Buddhisten. Jetzt aber, wieso schaust so? Was Buddhisten haben schlechte Laune. Ja, eben. Eben. Dann läuft mal besser, mal schlechter. Aber ich bin am Weg. Ist ein steiniger Weg. Wie hast du geschlafen? Nicht gut. Hast du was getrunken gestern? Nein. Dann ist es die Menopause. Ja, egal. Ich bin leider sehr oft Stufe 1. Ich weiß. Deswegen sag ich ja, ich komm persönlich kaum auf Stufe 3, 4 ist unerreichbar. Also man bändelt irgendwo zwischen 1 und 2. Aber, und ich hab das auch dem Lukas erzählt, die Stufen des Zuhörens, also wenn es anfängt, dass ich es hochschau, die Stufen des Zuhörens, wir müssen auf Stufe 3. Sonst brauchen wir gar nicht weiter reden. Und er weiß ja, was damit gemeint ist, ich ihm das auch besprochen hab. Und das hilft dann manchmal wirklich. Aber auch zu sagen, du weißt was, jetzt lassen wir mal kurz. Und später. Na, schwierig. Gut, ja, nein, aber werde ich versuchen, dass Wenn es nuller Stoffe geben würde, man auf den Kreis ins nächste Mal daran denken. Ähm ... Ja, schwierig.
Sabrina Hanneman: Ja, und es ist trotzdem, wenn wir am Anfang über die Kinder gesprochen haben, schwierig mit den Kindern, weil, also ich weiß es ja von dir, wir stellen uns ja die Frage recht oft, war das jetzt zu viel? Also wo fängt der Erziehungsauftrag an und wo ist die eigene Grenze oder das eigene oder das Verhalten des Kindes, das einen gerade triggert, weil es nicht zuhört, obwohl es aber eigentlich nicht zuhören kann, weil es mit was anderem beschäftigt ist. Also schaut man als Erwachsener genug hin und gibt genug Raum und wann muss man den Raum begrenzen und wofür und wie oft. Das sind schon Fragen, die ich mir permanent. Absolut. Und sind halt einfach auch natürlich kindabhängig. Ja, also ich, das für mich war ziemlich schnell zu erkennen. Ja, auch wenn ich es mir leisten hätte können, ich sage, okay eine Waldorfschule oder sowas, das ist für den Aviv nichts. Das ist kein Kind, den du jetzt frei lassen, also frei entscheiden kannst. Lern ich heute, mache ich das. Der braucht Struktur. Sonst verliert er sich. Und es gibt die Kinder, die du einfach ganz anders loslassen kannst. Und da sehe ich für mich schon meinen Erziehungsauftrag höher gestellt als irgendeine Toleranzgrenze. Sicher jetzt, Entschuldigung bei diesen Schularbeiten. Ich meine, mich hebt es jedes Mal aus, wenn... Voraus, F-O-R-R-A-U-S. Oder Hausaufgaben. Wenn ich nicht am Wochenende aktiv mindestens fünfmal nachfrage... Und das ist noch immer keine Garantie dafür, dass er daran denkt, dass er eine Aufgabe hat. Am Ende erfahre ich es dann am Montag in der Früh von dir, dass sie was aufhalten. Na zusammen, ich, haben wir uns das ganz gut gerichtet mittlerweile. Dann ist es für mich relativ schwierig, da einfach loszulassen. Ja, aber da wachsen sie rein und das ist halt schon ein bisschen gemein, finde ich. Die kommen in die Vierte und plötzlich, also du kannst Kindern die Motivation echt austreiben und der Milo ist wirklich ...
Sabrina Hanneman: voll motiviert. Ich machte sich total leicht. Plötzlich kamen wir die Schularbeiten. Der Druck hat ein halbes Jahr gebraucht, zu verstehen, dass das jetzt Relevanz hat und dass nicht mehr alles so easy ist wie in der dritten. Da wird denen das reingetrichtert und reingepackt. Das ist unpackbar. Natürlich kann man sagen, nächstes Jahr sind sie im Gymnasium. Stimmt ja alles. Und mache ich ja auch. Aber es ist eigentlich echt ... Und trotzdem ... Manchmal tue mir leid. Andererseits sage ich, der Milo hätte in der Waldorfschule niemals Henry. Weiß ich nicht. Aber ich bin generell nicht für dieses Konzept geschaffen. Abgesehen davon, dass es nicht mein Konzept ist, aber es gibt einfach Kinder, für die ist das total passend. da kannst du das machen. Aber ich halt auch Kinder, oder eben, wenn sie dann später rauskommen mit 14 und dann in eine reguläre AHS kommen, eine gute Nacht. Ich habe zum Beispiel einen Bekannten von mir, Sohn ist in nicht Waldorfschule, ich glaube das ist noch eine Stufe. da sind in der gesamten Schule glaube ich 15 Kinder oder so. Naja, auf jeden Fall sind sie jetzt draufgekommen beim Elternsprechtag, dass die Lehrerin nicht einmal weiß, welche Interessen der hat, weil sie ihn einfach den ganzen Tag spielen lassen. man denkt, zweite Volksschule und jetzt werden sie ihn doch in ein anderes Schulsystem geben, weil sonst verkümmert der auch. Der hat ganz viele Interessen, aber ja, die soll halt alles frei machen und, werde ich vergessen. Das ist für Naviv nichts. Nein, mich. Mit dem Henry haben wir uns in der Nähe einen Montessori-Kindergarten angeschaut, weil Englischsprachig, und wir haben ja einen Englischsprachigen Nanny gehabt, ich kann sagen, dieses Experiment ist erfolgreich gescheitert. Bei beiden Kindern, Henry noch ein bisschen mehr, aber der Mila ist ja wirklich im Kindergarten Englisch. Zwei Englischsprachige Nannys. ist nichts. Englische Filme, englische Serien.
Sabrina Hanneman: War ja wirklich lang Standard. Mittlerweile spielt er ja nur noch Fußballspiele und will eh nix schauen. Jedenfalls, ich schweife ab. Kindergarten, wir gehen rein. Und das war so ein riesiger Lehrerkindergarten. Und das war Winter, halb fünf. Das Kind war so ein, drei Viertel, zwei Jahre alt. Und wir schauen uns so um. Und das war halt alles, was ich mir gesagt hab. Überall so Boxen mit kleinen Kugeln und Ding. Und die führt uns rein und sagt, so. Und das ist unser Bereich, aber genau mit der Herzlichkeit, das ist unser Bereich. Da spielen unsere Kinder. ich meine, da arbeiten sie. Mein Gott. Gut, Auftritt Henry hat auch gespielt hinten weiter und hat einfach einmal zwei so große Boxen mit Kugeln genommen und zusammengemischt. Dann ist er halt durchgerannt und hat sich auf irgendwelche Matten raufgeschmissen. Ich schütte den Himmann aus Niemals. Das ist vollkommen unpassend. ich bin dann auch so dort gestanden, dann haben wir die Führung aber zu Ende gemacht. Irgendwann landen wir vor so einem A3-Poster mit Bildern von Aktivitäten, wie es in dem Kindergarten nicht unüblich ist, die Pädagogin sagt, und hier haben wir Spaß. Ja, klingt gut. Klingt nicht so schlecht. Deswegen sag ich, ich kann den Henry dort nicht reingeben. Du kennst den von Die wirkt jetzt auch nicht herzlich. Der ist ja wirklich, also dieses lebensfrohe Bündel, was nur durchradiert mit Lautstärke. Und wir haben jetzt Spaß von dir wird gearbeitet. Er erinnert mich an jemanden. Freund oder Feind. Freund oder Feind, sag ich. Aber Himmels willen. Na gut, drei Monate später haben Sie zugesperrt. Naja, welch ein Wunder. Die haben die Plätze nicht voll gekriegt. ich finde immer dieses Montessore spannend. konnte ich zumindest bei ein paar Freundinnen, Bekannten beobachten, die alle immer Montessore, Montessore. Zu Hause wird das so gar nicht gelebt. Das finde ich dann so, wenn wirklich zu Hause übergeht an Spielzeug und eine ...
Sabrina Hanneman: total overwhelming ist das Kinderzimmer und denke mir so, finde ich einen spannenden Ansatz für mich. Ich kenne schon ein paar, also aus der Familie zwei Mädchen und da würde ich sagen, also in der Volksschule waren sie, ich das ist eine Volksschule, glaube ich. Und doch, sind da schon sehr... Die haben natürlich auch Sachen gehabt und viele Sachen, aber das Konzept wurde schon durchgetragen. Genau das finde ich ja. Ich kenne ja auch die Waldorfkinder, wobei die dann... weiß nicht... Ja. Fully agree. Und das ist für mich so, wenn ich diesen Erziehungsauftrag voll und ganz jemandem anderen überlassen möchte, dann... geht das Konzept für mich nicht auf. Das ist so, wie wenn man sich aufregt im Kindergarten oder in der Schule, es nur Schaas zum Essen. Und daheim koche ich selber, gibt es nur Fastfood. Ja, das ist halt ein Bildungsauftrag, extern auszulagern und zu Hause... Schwierig. Sehr schwierig. also damit habe ich echt ein Thema. Aber das ist halt auch so was, also innerhalb der Familie, wie wir unsere Abläufe gestalten... Wie war das bei dir? Ich weiß ja sehr, aber für die Hörerinnen. Mit Schlafenszeiten. Bei mir war es die Kinder sind einfach mitgelaufen. Vor allem der Henry. Da war kein Ding. Aber der Milo auch. Ich hab jetzt nicht gesagt, wir verlassen jetzt im Sommer halb fünf das Bad, weil 18 Uhr ist Schlafenszeit. Da war ich sehr frei. Oder auch beim Essen, ein bisschen später beim Milo. Da haben wir am Anfang noch selbst gekocht und so. Da war ich schon die Motivation für das erste Kindes. Ich aber schon sagen, ich war relativ locker und hatte überall mit, wir sind auch viel gereist. Wie war es bei dir? Das habe ich gereist immer auch immer. Aber schlafend, aufgrund dessen, dass ich meine Pausen gebraucht habe.
Sabrina Hanneman: bin ich da dahinter gewesen. Ich hätte es sonst nicht geschafft. Wenn ich nicht gewusst hätte, okay, am Abend ist der Fixum, keine Ahnung was, im Bett und ich kann einmal kurz durchatmen. Mehr aufgrund dessen, hätte ich die Möglichkeit gehabt, dass man sich abwechselt, dann wäre ich das sicher auch nicht so streng gewesen oder so konsequent. Aber das war einfach mit meinen Energien. Ich hab den ja immer hingelegt, egal wo wir waren. Der hat in der Nacht geschlafen. Stimmt, das war er bei der Nilo. im Kinderwagen geschlafen. Wir haben den überall dabei gehabt und ist halt jemand wirklich eine Stunde im Kinderwagen gegangen mit ihm. Und der hat so viel Schlaf schon gebraucht, hab ich erzählt. hab den manchmal halb fünf aus dem Kindergarten abgeholt oder halb vier, bis wir beim Autobahn das Eis noch gegessen haben und das und das und das ist er im Auto halb fünf eingeschlafen. Ich hab den hochgetragen, ins Bett gelegt und der hat geschlafen. Bis nächsten Tag. Unsere Kinder brauchen ja beide noch immer so viel Schlaf. Das ist ja schon auch gut und gesund im Prinzip. hat mal letztens eine Schulmama gesagt, naja genießt es, weil jetzt gehen sie halt acht, neun ins Bett, aber es wird in Kürze sich umstellen und dann habt ihr auch abends nie mehr Zeit alleine in eurer Wohnung. Aber am Vormittag, am Wochenende, die schlafen ja dann ewig. Ja, juhu, das ist ja meine super Zeit. Naja, aber du bist ja gerne in der Früh produktiv, arbeitsmäßig. Ja, Wochenende. Juhu, hoch die Hände, Wochenende. Naja, aber wenn sie dann am Abend wach sind, brauchen sie einen ja auch nicht mehr. Ja, aber die lesen. Gestern liege ich auf der Couch und ich vermeide es jetzt neben den Kindern durchs Handy, durch zu squallen die ganze Zeit. Wenn die Kinder im Bett sind und ich wusste, der Milo liest noch was, der Henno hat schon geschlafen, ich hab sie ins Bett gebracht, dann liege ich da ans Quall und hör dauernd irgendein Geräusch. Und irgendwann denk ich mir so, was ist da? Was ist da passiert? Ist er hinter dir gewesen? Nein. Dann war der Milo und der so, nix gehört? Dann war wieder so ein Geräusch, hab ich gedacht, ist da irgendwas in der Wand? Also wirklich, ist das schon? Da haben wir Tiere in der Wand und Daubenvögel nisten oder was? Alle Gedanken. Dann hab ich gedacht, das jetzt reichen. Aber ich bin aufgestanden, hab unter die Couch geschaut. Kein Kinder.
Sabrina Hanneman: Und irgendwann, nachdem ich mir das zweite Mal Chips und Nüsse geholt hab, was ich nämlich auch mache, wenn die Kinder nicht dabei sind, krabbelt er von hinter der Couch raus und sagt, Mami, das ist jetzt die zweite Pension Chips. Ich Milo, was tust du da? Das ist dreiviertelneun das Schularbeit. Ach Gott. Und die schleichen sich dann an. Das heißt, die sind dann permanent da irgendwo, wo ich auch bin. Ja, aber das wird auch aufhören. Die verstecken sich ja nicht im Zimmer. Die haben dann Hunger, Wurst und wollen aufs Klo. Das können sie selber machen. Sie sind zwar da, da können wir jetzt nichts dafür, was dagegen machen. willst du machen? Da finde ich ja wieder Lebenssituation. Du sagst, die Kinder haben einen Stock, die Erwachsenen haben einen Stock. Das finde ich super. Aber dann brauchen sie dich ja trotzdem am Stock. Oder wer soll sie dort dann bedienen? Ich Bekannte, die wohnen in einem kleinen Haus und haben am gleichen Grundstück noch ein Haus stehen. Und dieses Haus gehört den Kindern. Die sind nicht so alt wie der Milo und da bisschen älter dahinter. Wie lange bleiben ihnen die dann? Ziehen die nie weg. Die haben eine große Hecke dazwischen. Oh, schön. Für die zukünftige Schwiegertochter. Übrigens, wir haben schon ein Haus neben meinen Eltern. Also jetzt habe gedacht, du sagst übrigens, wir haben schon eine Schwiegertochter. Nein, aber... mir war es schon Wenn die Kinder da... Denk an die Geschichte. Welche? Mit dem Stauberater. Hör Die können wir jetzt nicht ausbreiten. Nein, hör auf! Man muss loslassen! im gleichen Haus leben, heißt das nicht, dass die komplett Banane werden. Ja, man muss loslassen. Ich lass hier los! In eigene Lebenssituation, nicht in der gleichen Wohnung. Aber in der Nähe. Ich find das schön. Ich find das schön. Wenn wir da mit deinem Partner austauschen, der findet das sicher. Ja, der hätte am liebsten seine Kinder ein Leben lang sich herumschwirrend. Ja, ich find das auch schon. Ich find das auch.
Sabrina Hanneman: Ja, es wird sicher ein bisschen schwieriger mit dem Loslassen, wenn sie dann irgendwann sagen, Mama, ich geh ins Ausland oder so. Freu ich mich für ihn. Ja, natürlich freue ich mich, aber trotzdem wird es weh und du brauchst es nicht zu tun. Wenn er Wochenende bei uns schlaft, ruft 15-mal an und vermisst er mich. Na ja, ich ja nur wissen, dass ich mich darauf einstellen kann, wie ich ihn emotional auffangen muss, wenn er heimkommt. Immer wenn der Wieb zu uns kommt, dann habe ich die große Packung Taschentücher. Ich glaube, du auch, wenn der Milo bei euch ist. Und ich schaff das mit. tröste ihn schon irgendwie. Zehn Minuten weint er nach seiner Mama, aber mittlerweile geht's. Die Mutter holt ihn aber nicht ab. Wie bei gestern, da hat es bei mir daheim irgendwo gebrannt. Haus. Ich hab wirklich überlegt, ich die Feuerwehr ruf. Es so arg nach Rauch gerochen. Heute aber nicht mehr. war wirklich eigenartig, weißt Und dann gehst du so mit diesem Gefühl schlafen. Nicht, dass irgendwie das Haus ab... Genau, deswegen hab ich schlecht geschlafen. Ich mein, abgesehen von anderen Gründen. Aber das ist ein Grund davon. Ja, diese Themen in unserem Podcast passieren ja nicht immer zufällig. Weil, fast am Mainz... Manchmal... gibt's Themen, die sich auch mit der Realität verknüpfen. Aber wo du sagst, brand im Haus... Meine Mama hat mal da geschlafen, das war 2019 zur... Weihnachtsfeier an meiner Firma. Und der Wolfi und die sind damals beide zu Weihnachtsfeier und am nächsten Tag in der Früh sind wir aufgestanden und und wie war es? sie hat es hat im Haus gebrannt, es hat einen Feuerwehreinsatz gegeben. Ich bitte was? Ist die mitten in der Nacht zwei in der Früh rausgeklingelt worden? Nein. Ja? Also wir hätten niemals drauf kommen. Irgendwo im Haus hat gebrannt, weil jemand hat ewig lang Zigaretten irgendwo hingeschmissen und irgendwann fängt das ja brennend an. Ja, und vor so etwas hatte ich gestern wirklich Angst, wenn man dachte, Es war wirklich so intensiv, dieser Rauchgeruch. Na ja, wie auch immer. Na ja, so, dann kommen wir zu einem Ende. Es wird nie mehr so lang werden wie die Folge mit unseren Männern. Ja, die laden wir auch nicht mehr ein. Ganz einfach. Nein, ist egal, ich sag's jetzt. Faireweise muss man sagen, das war eine der meistgehörten Folgen bisher.
Sabrina Hanneman: Sie hören sie nicht, sie weißt du, sie können sich nichts darauf einbilden. Sie hören unseren Podcast nicht. Sie hören ihn nicht. Weißt das sollte man auch in dieser Beziehungsregelung eigentlich mit einbauen. Dass man es für die Dinge des anderen interessiert? Natürlich. Natürlich. Und wenn wir ganze Zeit vom Computer sitzen. Das ist ja so schön, man ... Nein, das möchte ich nicht. Ja, aber für die anderen Dinge ... Das ist ja nicht für die Arbeit des anderen, aber für Projekte von dem Ich habe gerade gesagt, ich möchte nicht noch mehr Computer zeigen. Ja, es gilt ja auch nicht immer witzever so alles. Ja. Okay. In diesem Sinne, sagen wir. Habt ihr einen besseren Tag. Ja, das wünsche ich euch auf jeden Fall. Bye bye. Ciao.
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